Minolta MC W.ROKKOR-SI 28mm 2.5 ein guter Kompromiss.

Meine Fototasche muss leichter werden. Verzichten möchte ich aber auch auf nichts. Für den Weitwinkelbereich, den ich auch eher weniger nutze habe ich jetzt einen Kompromiss gefunden.

Das 24mm 2.8 (war immerhin mal im Leica Programm) und das 35mm 1.8 (1969 das lichtstärkste Weitwinkel auf dem Markt) werden durch das Minolta MC W.ROKKOR-SI 28mm 2.5 ersetzt.

Meine persönlichen Vorteile mit dem MC 28mm f2.5

Die Wahl der bevorzugten Objektive hängt ja auch immer von den persönlichen Anforderungen ab und da hat jeder Fotograf seinen eigenen Tick. Ich wechsle zum Beispiel lieber das Objektiv und verzichte im Allgemeinen auf ein Zoom. Für mich ergeben sich folgende Gründe für das „Kompromiss Objektiv.“

  • 300g Gewichtseinsparung. Mein Rücken wird es mir danken.
  • Aus 2 mach 1, platzsparend.
  • Offenblende von f2.5 für mich ausreichend.
  • Die 28mm am APS-C Sensor entsprechen dem Bildausschnitt von 42mm an Kleinbild mit ein bisschen mehr räumlicher Wirkung. Sehr nahe an unserem normalen Sichtfeld.
  • 50 cm Naheinstellungsgrenze ist OK.
  • Über die allgemeine Bildqualität gibt es wirklich nichts zu meckern.

Ihr seht für mich gibt es nur Vorteile. In der Theorie alles ganz plausibel. Ein guter Grund das oben beschriebene auch mit Bildern zu belegen.

Die Bilder vom Vergleich


Der Versuchsaufbau war recht einfach. Das Stativ stand die ganze Zeit am selben Platz. Objektive und Kameras wurden einfach nur getauscht. Also nichts wissenschaftliches.

Meine Erkenntnisse aus dem Vergleich

Einen signifikanten Unterschied zwischen den Kameras (Fuji X-T1 | Panasonic Lumix G81) kann ich nicht wirklich erkennen. Stimmt etwas der alte Satz „Das Objektiv macht das Bild. Die Kamera ist nur das Werkzeug.“

Das 24mm zeigt am Rand klare Verzerrungen. Das ist ein bekanntes Problem. Die Filme die 1973 benutz worden sind kamen im Vergleich zu den modernen Sensoren besser mit schräg einfallendem Licht zurecht. Ein Phänomen das mir in der Stadt schon öfters auffiel. Hier gilt also „It’s not a bug, it’s a feature“

Das 35mm MCII von 1969 ist insgesamt einen Ticken schärfer. Mit Blende 1.8 auch eines meiner Lieblinge. Hat aber natürlich Aufgrund der Brennweite den kleinsten Bildausschnitt. Es ist auch größer und rund 100g schwerer als das 28er.

Das 28er MCII von 1969 hat noch einen deutlich sichtbaren gelbstich. Dieser gelbstich wird von einer radioaktiven verbauten Linse erzeugt. Er lässt sich durch Sonnenbaden wieder entfernen, läuft. Die Bildqualität ist absolut OK bis Gut. Der Bildausschnitt entspricht an der Fuji (APS-C) 42mm KB und ist somit dem Blickfeld des Menschen sehr nahe.

Zusammenfassend muss ich feststellen das alle 3 Objektive ihre Berechtigung haben. An die objektive Qualität moderner Gläser kommen die mindestens 45 Jahre alten Minolta Objektive natürlich nicht ran, das war ja auch nicht zu erwarten. Andererseits wenn juckt das auf dem Smartphone bzw. wenn das Bild an der Wand hängt. Ich hoffe jetzt mal das ich den gelbstich weg bekomme. Wenn nicht mache ich mich auf die Jagd nach einem 28mm MDI.

Die Bilder als Galerie zum Durchklicken.

 


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