Festplatten / Programmstruktur / Datensicherung

(Dieser Artikel ist Teil der Reihe PC für Fotografen.)

Eine durchdachte Struktur der Programme und Daten beschleunigen nicht nur das System und den Workflow es spart auch Kosten. Für mich hat sich folgender Aufbau bewährt.

Festplatte C: System

Performance Benchmark Samsung SSD 970 PRO 512GB

Ich benenne meine Laufwerke gerne nach ihren Aufgaben.
Das Laufwerk C: ist die aktive Zentrale des Systems. Ich nutze es ausschließlich für das Betriebssystem und Programme. Keine Daten! Ausnahmen gibt es natürlich, zum Beispiel die Lightroom Kataloge.

Die Festplatte: Schneller = Besser

Ich selbst habe eine 512 GB PCIe Samsung 970 pro verbaut. Eine normale SSD ist aber auch ausreichend. Die extrem hohe Lese.- und Schreibgeschwindigkeit lässt das gesamte System geschmeidig laufen. Diese Geschwindigkeit macht sich auch bei Lightroom positiv bemerkbar. Der Katalog lädt schneller, die Vorschaubilder können flüssiger geladen werden. 1:1 Vorschaubilder kein Problem.

Achtung: Wenn du dich für eine M2 PCIe SSD entscheidest achte darauf das es keine normale SSD ist. M2 ist nur die Bezeichnung für den Anschluss, nicht für die schnelle PCIe 3.0 Schnittstelle mit 4 Lanes. Ein Blick ins Handbuch des Mainboards kann auch nicht schaden.

Festplatte D: Daten

Performance Benchmark Samsung SSD 860 EVO 500GB

Auf dieser SSD habe ich wie der Name schon sagt meine Nutzdaten. Auf diese SSD habe ich auch die Windowsordner Dokumente, Downloads usw. umgeleitet. Hier ist auch noch Platz für ein paar Spiele wie Guild Wars 2. Meine Nutzdaten liegen also auf einer extra SSD. das hat 3 Gründe.

  1. Die PCIe SSDs waren 2018 noch recht teuer (200€ für 512 GB) und ich habe wie die meisten Mainboards nur einen PCIe 3.0 M2 Anschluss auf meinem Mainboard. 512 GB reichen aber auch für eine Systemplatte locker aus.
  2. Die physikalische Trennung von System und Daten hat den Vorteil das ich Problemlos das System in wenigen Stunden neu installieren kann. Im Laufe der Jahre sammelt sich doch einiges an unbenötigtem Müll an.
  3. Der wichtigste Grund ist aber Datensicherung! Die SSD wird über Windows gespiegelt.

Gespiegelt bedeutet das Windows die Daten parallel auf 2 Festplatten schreibt. Wenn eine durch technischen Defekt ausfällt sind die Daten auf der 2. gesichert. Meine Samsung 500 GB SSD 860 evo liegt derzeit bei 80.- €. Ich habe also für kleines Geld eine automatische Datensicherung.

Festplatte F: Bilder

Bisher ging es mir bei den Festplatten um Geschwindigkeit. Beim Datengrab für meine Bilder geht es um günstigen Massenspeicher. Bei mir läuft eine 3GB Western Digital Red Tab. Natürlich auch gespiegelt. Eine schnelle teure SSD macht hier keinen Sinn. Photoshop, Lightroom samt Katalog laufen auf der schnellen PCIe SSD. Den Geschwindigkeitsunterschied beim eventuellen nachladen von der HDD ist nicht wahrnehmbar. Auf der Platte liegt auch meine Musik und ein paar Filme.

Gedanken zur Datensicherung

Das sichern der Daten ist wichtig wird aber gerne vergessen. Für mich hat sich das spiegeln der Datenplatten als die bequemste, günstigste und sicherste Methode ergeben. Wenn meine Wohnung abbrennt, die Sintflut kommt oder ähnliche Katastrophen auftreten ist das nicht so geschickt. Für mich passt aber die Kosten-Nutzen Relation.

  1. Bequem: Einmal einrichten und die Sicherung läuft kontinuierlich.
  2. Günstig: Auf 5 Jahre gerechnet kosten mich die zusätzliche 500GB SSD und die 3TB HDD ca. 170.- €. Im Vergleich dazu werden bei der Dropbox im gleichen Zeitraum 600.- € fällig. Wer auf alle seine Daten weltweit zugreifen können muss natürlich eine Option.
  3. Sicher: Das spiegeln überlasse ich bewusst Windows und nicht dem Raidcontroler auf dem Mainbord. Einfaches einrichten und stressfreier Mainboardwechsel. Meine Festplatten überwache ich mit CrystalDiskInfo. Ich sehe also wenn eine Platte beginnt schlapp zu machen und kann reagieren.

Fazit: Festplatten und Dateiorganisation

Der oben beschriebene Aufbau ist für mich die optimale Lösung. It works.
Das gesamte System läuft fluffig und ich kann bei auftretenden Hardwareproblemen für kleines Geld unkompliziert reagieren. Die Weltweite ständige Verfügbarkeit meiner Daten ist für mich nicht wichtig. Mal davon abgesehen das ich die 2 TB Dropbox jederzeit kurzfristig zubuchen kann, Bilder sind schnell aufs Tablet oder eine externe SSD gezogen. Ein NAS macht bei einem Einzelplatzrechner auch nicht wirklich Sinn. Da hat halt jeder so seine Präferenzen.

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