Minolta 35-70mm 3.5 MD-III

Minolta 35-70mm 3.5 MD-III, Weitwinkel & Tele Konverter


Das Minolta 35-70mm 3.5 MD-III von 1981 hat sich zu meinem Standardobjektiv gemausert.

Ich hatte schon immer einen Hang zu leichten Telebrennweiten. Das 35-70er entspricht an meiner Systemkamera Lumix G81 durch den Crop-Faktor von 2 einem 70-140er Objektivs. Durch einen Weitwinkel-Konverter mit dem Faktor 0.66 lässt es sich einfach zu einem 46-92mm (KB) und mit einem Telekonverter zu einem 140-280er aufmotzen. Mit Digitalzoom komme ich sogar auf 280-560mm.

Mit dem Objektiv kann man also einen Brennweitenbereich von 46-560mm (auf Kleinbild gerechnet) abdecken mit durchgängiger Blende 3.5.
Kostenpunkt alles zusammen ca. 300 €.

Für Freunde von Minolta Objektiven wie mich eine tolle Spielerei. In diesem Artikel möchte ich auf das Objektiv Minolta 35-70mm 3.5 MD-III und die anderen Komponenten eingehen und natürlich auch ein paar Bilder zeigen.

Das Objektiv: Minolta 35-70mm 3.5 MD-III

Das 35-70er ist eine Weiterentwicklung des MD-II von 1978. Die Urversion wurde damals sowohl in Minolta und Leica Fassung produziert. Leica hatte damals in Zoomobjektiven keine Zukunft gesehen und musste sich somit das Wissen zukaufen. 1971 ging die Ernst Leitz Wetzlar GmbH, heute Leica Camera AG, eine Kooperation mit Minolta ein. Die MD-II Version von 1978 soll im Vergleich zur MD-IIIer Version von 1981 Version nicht so berauschend gewesen sein.

Im Brennweitenbereich von 35mm bis 50mm soll es auf Festbrennweiten Niveau liegen. Wer mit Altglas fotografiert macht das bestimmt nicht wegen der überragenden Leistung. Es geht mehr um den Mythos der alten Objektive. Ich liebe die Wärme und Ausstrahlung der alten Minolta Objektive. Die eingebaute Bildbearbeitung hat mich einfach gefangen. Die Vergleichsweise niedrigen Kosten versüßen diese Vorliebe natürlich noch.

Die Versionen MD-II von 1978 und die MD-III Version mit Makro Ring sind auf meiner Wunschliste.

Die hier vorgestellte Version erkennt ihr am einfachsten an den orangenen Blendenzahlen und die fehlende Makro Bezeichnung. Mehr Informationen zum Minolta 35-70mm findest du auf ArtaPhot.ch

Der Weitwinkel-Konverter.

Ich war zunächst etwas skeptisch ob das wirklich funktioniert und gute Ergebnisse liefert. Eine Weitwinkel-Linse vor dem Objektiv führt zwangsweise zu Verzerrungen im Bild. Ich hatte Befürchtungen das die Verzerrungen das Fokussieren über Fokuspeeping nicht mehr funktioniert und das benötige ich zwingend um den Ausschuss zu minimieren.

Raynox Weitwinkel Konverter

Meine Wahl fiel auf die Raynox 0.66x Weitwinkel Konverter Linse. Raynox geniest einen sehr guten Ruf und der Preis von knapp 160.00 €uro lies im Vorfeld darauf schließen das es kein „Billigglas“ ist das da verbaut wurde. Ich muss sagen ich bin sehr zufrieden mit meiner Auswahl. Fokuspeeping funktioniert noch, wenn auch abgeschwächter. Die Bildqualität und die Verzerrungen sind durchaus akzeptabel. Die alten Minoltas zeichnen ja durchaus weicher wie die aktuellen Objektive.

Der Faktor 0.66 bedeutet für das Minolta 35-70mm 3.5 MD-III das die Brennweiten an meiner Micro Four Thirds Kamera auf 46-92mm (Kleinbild) reduziert wird. Für meine fotografischen Bereiche Street und Portrait sehr interessant. Aus meinem Minolta Rokkor 58mm 1.4 wird ein 76mm Bildausschnitt.
Rechenweg: Brennweite (35mm) x Crop Faktor (2) x Linsenfaktor (0,66) = 46,2

Das 55mm Filtergewinde war damals Standard. Ich werde es also an vielen Objektiven nutzen können.

Der Telekonverter Minolta 300-s

Telekonverter Minolta 300-s

Telekonverter Minolta 300-s

Der Telekonverter Minolta 300-s verdoppelt die Brennweite auf 70-140mm durch den Crop Faktor von 2 der Kamera habe ich damit 140-280mm Objektiv.
Rechenweg: Brennweite (35-70mm) x Telefaktor (2) x Crop Faktor (2) = Brennweite Kleinbildausschnitt (140-280mm)

In meiner Lumix G81 habe ich ein zweifach Digitalzoom das ich mir in einer benutzerdefinierten Einstellung gespeichert habe und es somit sehr schnell zuschalten kann. Der Nachteil, ich habe dann nur noch jpg Aufnahmen und keine RAWs mehr. Für Schnappschüsse ganz OK wenn es mal schnell gehen muss. Für gestaltete und erarbeitete Bilder eher nicht so prickelnd. Reizvoll finde ich hingegen den Gedanken auf einen Bildausschitt eines 560er Teles mit Digitalzoom zu kommen. Für was ich das gebrauchen kann weis ich jetzt gerade nicht.

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